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 Bea ist wieder da!

                                 

ENTLAUFEN

BEA (TRICOLOR BEAGLE)

AM 4.7.10 ZULETZT GESEHEN IN

WIEN 1200; STROMSTR./DRESDNERSTR.

HINWEISE u. BELOHNUNG UNTER:

06643xxxxx od. CAFE LITTLE xxx

Abby, Bea und Clea, drei Beaglehündinnen, ausgemustert aus Vermehrerzucht, fanden sich eines Tages im Tierheim wieder... Da sie im Land keine Liebhaber fanden, wurden sie für die Ausreise nach Bayern, zu einem Beagleverein, der sich ungewollter Beaglehunde liebevoll annimmt und weitervermittelt, vorbereitet. Impfung, Kastration, Chip, EU Pass – die Reise kann beginnen.

Erst aus dem slowakischen Tierheim in die Hauptstadt, von dort nach Wien, wo eine Übernachtung vorgesehen war, bevor es weiter gehen sollte nach Linz, wo dann die bayerische Kollegin entgegenkommen und übernehmen sollte.

Doch Bea entschied anders...

Die Übergabe fand im Wiener Cafe von M. statt, welches sonntags geschlossen ist. Die drei Beagledamen wurden gebracht, aus dem Auto geholt ... Bea ist da schon mal kurz entwischt. Blitzschnelle Reaktion, man hatte sie gleich wieder und es wurde sofort das Brustgeschirr angelegt und alle drei ins Cafe, das ja zu hatte.

Aber... Gäste sahen das Licht und wollten rein, der Mann sitzt im Rollstuhl und seine Frau machte mit dem Rücken die Tür auf um ihn verkehrt reinzuschieben. Nur ein Spalt offen und Bea ist entwischt, so schnell war niemand. Alle sind sofort Bea nach und man hat sie auch eingeholt, Bea ist kurz stehen geblieben, geschnappt - und weg war sie.

Horror...

Das war am 4. Juli...

Sofort wurden das Wiener Tierschutzhaus und Polizei verständigt, sowie Tiierärzte in der Umgebung und auch Hausbesorger in diesem Gebiet. Flyer wurden überall verteilt. Beim Fressnapf Flyer, in den Einkaufsppassagen und  Cafes in der Umgebung. Mails an rund 40 Tierärzte aus dem 20. und angrenzenden 2. Wienerbezirk geschickt. Bea steht auf mehreren Portalen als vermisst. Auch in der Kronenzeitung/Tierecke. Trotz aller Versuche sie zu finden und auch nach zweimaliger Einschaltung überhaupt keine Spur oder Reaktion...

21.8.

BEA WURDE GESICHTET!!!!

In der Nähe vom Cafe, wo Bea entlaufen ist, ist ein Bauhaus, die Rückseite vom Bauhaus grenzt an eine Wiese mit viel Büschen und den Verschubgleisen. In einem Wienplan kann man das Eck Dresdnerstr. - Stromstr. - Adalbert - Stifterstr. und Jägerstr. gut sehen.

Ein Mitarbeiter sagte, Bea (hoffen sie ist es wirklich) sieht man dort seit 2-3 Wochen streunen. Sie hätten Tierrettung, Tierschutzhaus usw. verständigt und da hat man ihnen gesagt, sie müssen sie erst einfangen. Leider läßt sie sich nicht einfangen, sie schnappt sofort und ergreift die Flucht.

Verschubbahnhof sowie Schrebergartensiedlung sind mit Flyer und Information abgedeckt, Alteisenhändler auch. Haben noch mit weiteren Bauhausmitarbeitern gesprochen, aber leider nichts!!! Einzig dieser eine Arbeiter sagt, er hat sie gesehen... es ist der einzige Anhaltspunkt ...

Schon da fiel der Gedanke, eine Lebendfalle aufzustellen.

   

Lebendfallen dienen dazu, entlaufene Hunde lebend und unversehrt einzufangen. Die Lebendfalle aus Metall oder auch Holz hat einen wippenden Boden, kommt ein Tier rein, um das ausgelegte Futter zu nehmen, geht der Mechanismus an und springt die Tür zu... Eine eigene Internetseite führt die Standorte auf, wo man notfalls eine ausleihen kann: http://www.hundelebendfalle.de/

War aber zu früh... Zum Abholen braucht man einen Bus oder Anhänger und vor allem die Genehmigung der Firmen. Die Eisenhandlung will das nicht, das Bauhaus will kein Futter... Die freie Wiese, mit viel Gebüsch, ist eben durch die Firmen eingegrenzt.

12.10.

"Gerade hat eine Dame angerufen, dass sie Bea gesehen hat"

Stromstr. - Leithastr., in der Nähe, wo sie auch entlaufen ist. Leider ist Bea gleich geflüchtet. Sie soll nach wie vor gut ausssehen, nicht abgemagert oder verletzt. Die Dame arbeitet im Autohaus und nebenan ist ein Gebrauchtwagenhändler, der ebenfalls einen Hund hat. Sie meint, vielleicht füttert der sie schon die ganze Zeit mit.

13.10.

Am Parkplatz beim Alteisenhändler wurde sie gestern gesehen. Wieder Flyer verteilt und alle gefragt. Weder beim Würstelstand noch Altreifenhändler hat sie sonst jemand gesehen. Dann auf eine zugänglichen Stelle, sehr nahe der Sichtung, Futter ausgelegt.
Jetzt hat ein Herr vom Autohaus die Flyer gesehen und gleich angerufen. Er hat sie schon öfters gesehen und auch schon gefüttert. Im Sommer hat er sie schon gesehen aber gedacht, sie gehört jemanden von den Gärten...

14.10.

Von gestern war das Futter in der Früh weg. Der Herr vom Autohaus hat angerufen. Bea war wieder da, hat gefressen aber als sie ihn sah, ist sie gleich wieder weg. Sie kommt jetzt immer zu der selben Stelle, leert 3mal täglich die Futterschüssel. Wieder zwei Sichtungen, Herr L. hat ganz langsam ums Eck geschaut, aber als Bea ihn gesehen hat, hat sie das Futtern unterbrochen und hat sofort das Weite gesucht. Dann hat er sie durchs Fenster beobachtet und gesehen, dass Bea ein wenig humpelt.

Heute haben wir eine riesige Transportbox aufgebaut, auf einer Palette zum Schutz von unten, eine dicke Steppdecke und über die Box eine dunkle große Decke. Alles befestigt, sieht wie eine Höhle aus. Hinein eine Lekkerlistraße gelegt. Sollte Bea da reingehen, kann man sie dann vielleicht auch in die Lebendfalle locken. Herr L. würde mit einem Firmenauto die Falle abholen und helfen.


25.10. WIR HABEN BEA!

Dann ging es plötzlich ganz schnell. Die Lebenfalle wurde mit Hilfe des freundlichen Herrn aus dem Autohaus angeliefert, Futter eingelegt, die hungrige Beaglehündin nichts ahnend rein... Klappe zu...

Sicher zunächst ein Riesenstress für das Tier und ein Adrenalinschub für alle Beteiligten. Unter maximalen Sicherheitsvorkehrungen wurde Bea aus der Falle in eine Transportbox geschoben, ins Auto, über geschlossene Garage in einen Keller (beheizt, verfliest, Fenster zum Garten) als erste Indoorstation. Die Scheu schnell zurückgelegt, obwohl anfangs beissend wehrhaft...

Wenn ich komme wartet sie, wer das ist und kommt dann schon zu mir. Sie läßt sich streicheln und bleibt mir auf den Fersen, wenn ich wieder gehe scherrt sie an der Türe.

Sie zeigt überhaupt kein aggressives Verhalten mehr.

konnte ich sie anleinen und wir schafften es vom Keller bis zur Garage, aber dann hatte sie Panik und wie wild gezittert, von selbst ist sie wieder in den Keller. Natürlich alles an der Leine.

So kam es dann auch. Zwei Tage später war ein beinahe normales Gassigehen möglich, im Garten mit vielen Schlupflöchern im Zaun nur angeleint

30.10. Bea ist in Bayern 

dort, wo sie schon in Juli sein sollte.

Die kleine ist ein Schatz, hat schon auf dem Schoß gekuschelt und jetzt liegt sie ganz ganz entspannt in einem Küchenkörbchen, ist für jeden Pflegi die erste Anlaufstelle...

Warum nicht gleich so???


Y. Neumann nach Schilderungen von Marion S. aus Wien, 30. Oktober 2010