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Hund und Katz – ein Christkindlwunsch

 

Sabine im Oktober 2005:

Ich habe im Internet auf www.kszv.sk gesehen, dass  dort hunde ofiziell nur 28 tage gehalten werden und dann eingeschläfert sollten. Da war ich sehr traurig darüber und habe mich beim Blättern in der Vermittlungsdatei sofort in  Loty verliebt. Ich wollte wenigstens einem Hund ein schönes zuhause geben.  Leider wusste ich nicht, wie ich zu Loty kommen könnte und schrieb einer slowakischen Tierschützerin, ob sie einen Weg wüsste oder jemanden, der Loty nach Bratislava  bringt, für die Weiterreise nach Österreich.

Unsere Familie sind 2 Kinder (5 und 8 Jahre) und 3 Katzen, die aber schon mit einem Hund gelebt haben. Wir hatten 15 jahre eine Hündin, die leider kürzlich verstarb. Es ist sehr einsam ohne Hund, deshalb
wollten wir Lotty ein neues zuhause schenken. Wir haben ein Haus mit Garten und gehen alle sehr gerne spazieren, wollen es mit Lotty...

Es ging also mit der Organisation der Vermittlung los. Mails zwischen Bratislava und Zvolen, Eigenschaften des Hundes, Eignung für eine Familie mit Kindern. Katzeneignung nicht nachprüfbar, da aber ein Junghund von unter einem Jahr, erwarteten wir keine Probleme. Der TH-Leiter von KS Zvolen Herr Vano ist  vermittlungstechnisch sehr aktiv, kann er doch allein dadurch die Fristenvorschrift von 28 Tagen umgehen... Es schreibt Gott und die Welt an und dank besten Kontakten zu tschechischen, österreichischen und deutschen Tierschützern muss er zu der vorgeschriebenen Endlösung nicht schreiten. Wenn es sein muss, frisiert er die Aufnahmeprotokolle schon mal und passt das Aufnahmedatum an.

Sabine wollte nur Lotty. Sie sollte ihn bekommen. Zvolen ist 2,5-3 Stunden Fahrt von Bratislava entfernt, es musste erst eine Fahrt organisiert werden. Da noch ein Hund aus Zvolen nach Österreich sollte, fuhr Herr Vano extra mit beiden nach Bratislava. Ich weiter nach Wien-Auhof, wo wir uns trafen und die Hunde abgaben. Geimpft, gechipt, mit EU Pass, mit Halsband und Leine, etwas bedüddelt, weil für die Fahrt leicht sediert...

Sabine schloss Loty in die Arme, die Kinder freuten sich wahnsinnig.

 

Sabine im November 2005:

Loty geht es sehr gut und wir haben ihn auch sehr lieb. Die Kinder haben große Freude mit Loty.

ABER...

Wir haben leider nur ein Problem, Loty mag keine Katzen und wir haben 3 davon. Er ist fix und fertig, hechelt und winselt und bellt. Es hilft kein Schimpfen, kein Beruhigen, kein Reden, nichts. Er jagt sie  durchs Haus.

Gestern habe ich im oberen Stock im Schlafzimmer die Fenster geöffnet um zu lüften und die kleine Katze ist vor Schreck hinausgesprungen in die Tiefe. Es ist zum Glück nichts passiert. Es ist sehr chaotisch. Wir haben die Katzen zur Zeit in ein Zimmer getrennt von Loty gesperrt, aber sie weinen die ganze Zeit. Wir hoffen, dass sich Loty noch daran gewöhnen wird, und er nicht mehr so fix und fertig ist, wenn er die Katzen hört oder sieht.

Wenn nicht, dann weiß ich auch nicht, was wir machen sollen, dann sind wir sehr unglücklich, weil wir Loty schon ins Herz geschlossen haben. Aber es hätte keinen Sinn, auch für Loty nicht, denn er kann vor Aufregung nicht schlafen, essen oder einfach so unsere Streicheleinheiten genießen.

 

Haben Sie eine Idee? Was sollen wir tun?

Da ist ein guter Rat teuer.... Lotty zurücknehmen – die Familie weint. Loty weitervermitteln – die Familie weint. Es kam noch schlimmer...

 

Sabine im Dezember 2005:

Wir wissen leider nicht mehr weiter, was Loty betrifft. Er verträgt sich absolut nicht mit den Katzen. Neulich haben wir versucht, die  Katzen und Loty zusammen zu bringen. (Normalerweise sind sie  getrennt: oben die Katzen und unten Loty). Es war ein Massaker. Ich glaube, Loty hätte die kleine Katze ernsthaft verletzt, wäre mein  Mann nicht sofort dazwischen gegangen. Er war außer sich. Er hörte nicht und man konnte ihn nicht beruhigen. Sein einziges Interesse  war, die Katzen zu jagen. Mittlerweile sind die Katzen so frustriert, dass sie das Kinderzimmer und in die Badewanne mit dem  Katzenklo verwechseln. Es herrscht ständiger Stress, dass Loty nicht hinaufkommt, oder dass sich vielleicht eine Katze nach unten verirrt. Oft vergessen die Kinder die Türen zu schließen und schon passiert ein Unglück. Wir schimpfen mit Loty, wir schimpfen mit den Kindern und mit den Katzen und dann streiten wir auch noch, weil  das Alles uns sehr belastet. Wir müssen Loty leider wieder hergeben, obwohl die Kinder unendlich traurig sind, denn er ist der beste Freund von den Kindern. Es ist mir aber sehr wichtig, dass Loty nicht ins Tierheim kommt, sondern zu einer lieben Familie, ohne Katzen, die viel mit Loty spazieren geht, denn das braucht er sehr. Er will auch viel spielen, denn er ist sehr verspielt und aufgeweckt.

 

Da es nicht anders ging, sprachen wir mit Sabine über Lösungsmöglichkeiten und sie fand eine...

 

Sabine im Februar 2006:

Nachdem wir alles versucht haben, Loty an unsere 3 Katzen zu gewöhnen und uns dies leider nicht gelang, haben wir  schweren Herzens beschlossen,
Loty  zu  einer guten Bekannten  (Maria, sie ist fast wie eine Omi für die Kinder) zu geben.  Es gab da jedoch ein gewaltiges Problem, nämlich ein weit
gravierenderes, als das ewige Katzenjagen von Loty: unsere Kinder waren nicht mehr glücklich, seit Loty weg war. Se vermissten ihn so sehr (und auch er
sie). Wir dachten, dass es sich mit der Zeit schon legen würde, aber das dachten wir nur. Denn es gab kein anderes Thema mehr für die
Kinder als Loty und sie weinten beide jeden Tag.

 

Es war kurz vor Weihnachten, als ich beim Bettenmachen unter dem Kopfkissen meiner Tochter Elisabeth einen 100 mal zerknäulten Wunschzettel für das Christkind fand. All die Geschenke, die zuerst darauf standen waren weggestrichen und es
war nur noch ein Wunsch darauf zu lesen: 

"Liebes Christkind, ich wünsche mir von Herzen, dass Loty wieder bei uns leben darf und dass er nie wieder 
fort muss. Bitte bring die Spielsachen, die ich mir von dir gewünsch habe, anderen Kindern, dann musst du nicht so viel Geld ausgeben. Aber den Loty bring
uns wieder nach Hause. Bitte, bitte liebes Christkind Deine Elisaebth und Dein Pauli, danke".


Nachdem ich das las, wusste ich, der Loty muss her, wenn ich will, dass meine Kinder glücklich sein sollen, und was wünscht sich eine Mutter und ein Vater
mehr? Stress hin oder her.

Aber man soll es nicht glauben, als hätte Loty es gespürt (oder das Christkind hat mit ihm ein "ernstes Wörtchen" gesprochen).
Loty war wie ausgewechselt. Er bemühte sich sehr, gut manchmal da kann er halt nicht anders, aber mittlerweile ist alles super. Die Katzen bewegen sich
normal durchs Haus, Loty lässt sie in Ruhe, er beachtet sie gar nicht einmal. Er und Gretl (die Kleinste) sind die besten Freunde. Sie spielen und haben Spass
und wir alle auch, aber die allerbesten Freunde der Welt sind Elisabeth, Pauli und Loty und so solls sein!!!